Eröffnung des Schnellladeparks von TST in Worms (von links): Timo Horst, Beigeordneter der Stadt Worms, Melanie Schmidt, Geschäftsführerin TST, Daniela Schmitt, Wirtschaftsministerin von Rheinland-Pfalz, Frank Schmidt, Geschäftsführer TST, Patrick Quast, Head of Logistics DACH von Danone, sowie Stephanie Lohr, Bürgermeisterin der Stadt Worms.

Bild: TST

TST will Standorte zu Ökostrom-Kraftwerken ausbauen

03.04.2025

Der Mittelständler plant, mit einem unternehmenseigenen Konzept, Transport und Logistik in Deutschland klimafreundlicher zu machen. Der erste Ladepark in Worms soll als Blaupause für etwa 20 Logistikzentren dienen.

Unter dem Markennamen „PamSun“ hat die Logistikgruppe TST am Donnerstag in Worms ihren ersten Schnellladepark für Elektro-Lkw eröffnet. Die Anlage verfügt über acht Ladepunkte (DC-Charger) mit einer Ladeleistung von dreimal 400 Kilowatt, dreimal 240 Kilowatt und zweimal 160 Kilowatt. Die Ladestation wird überwiegend mit grünem Strom gespeist, der aus den TST-eigenen Photovoltaikanlagen (100 Prozent Ökostrom) sowie aus Netzbezug (60 Prozent Ökostrom) gewonnen wird.

„Emissionsfreie Lkw-Verkehre sind ein wichtiger Hebel, um Klimaziele zu erreichen“, betonte TST-Geschäftsführer Frank Schmidt im Rahmen der Eröffnungsfeier. „Die Tage der Diesel-Dinosaurier sind gezählt“, so Schmidt, der sein Unternehmen vor 35 Jahren mit einem Lkw gegründet hat und heute mit mehr als 3.500 Mitarbeitenden allein in Deutschland 75 Logistikstandorte betreibt.

Mit der Eröffnung der ersten „PamSun“-Ladestelle verfolgt TST ein eigenes Konzept, um Transport und Logistik in Deutschland klimafreundlicher zu gestalten. Ursprünglich als Joint Venture mit einem rheinland-pfälzischen Energieversorger geplant, setzt Schmidt heute auf regionale Kooperationen und Beschaffungsstrukturen, um den Ausbau der E-Ladeinfrastruktur für den Schwerlastverkehr in Deutschland unbürokratisch vorantreiben zu können. Das Ziel der TST-Gruppe lautet Klimaneutralität bis 2035.

Unter dem Motto „Grüner Strom für grüne Logistik“ will TST auch ihre Kunden und Vertragspartner auf dem Weg zur klimaneutralen Logistik unterstützen. Neben der E-Ladesäule sind in Worms Logistikhallen, Maschinen, Kommissionierroboter und Elektrostapler an den Bilanzkreis angeschlossen, in den Solarstrom aus einem regionalen Verbund von PV-Dachanlagen eingespeist wird. Dieses Konzept soll Vorbild für etwa 20 Logistikzentren in Deutschland sein, die in den kommenden Jahren zu Ökostromkraftwerken ausgebaut werden. Bis Mitte nächsten Jahres sollen die TST-Standorte Wevelinghoven (NRW) und Alzey (Rheinland-Pfalz) ans Netz gehen und weitere Stromtankstellen für Lkw gebaut werden.

Zu den Kunden zählen die Handelsgruppe Lidl, der Lebensmittelkonzern Danone, der Nahrungsmittelhersteller Nestlé sowie das Chemieunternehmen BASF. Für den CO₂-freien Transport zwischen Produktionsstätten, Lagerhallen und Distributionszentren sind für diese Unternehmen bereits batteriebetriebene TST-Lkw im täglichen Einsatz, die an der Tankstelle in Worms aufgeladen werden.

Nutzen dürfen die Ladestelle aber nicht nur Logistikkunden. Auch Spediteure und kleinere Transportunternehmen können ihre E-Lkw an den Ladestationen auf dem TST-Gelände „halböffentlich“ und rund um die Uhr zu vereinbarten Konditionen aufladen. Darüber hinaus haben Vertragskunden Anschluss an das im Aufbau befindliche bundesweite Partnernetzwerk.

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